Heute habe ich mich schon richtig auf meine Stunde im Wald gefreut. Ein herrlich sonniger, frühlingshafter Tag, der letzte Schnee ist fast weg – es könnte endlich mal wieder etwas gemütlich im Wald werden! Also zeitig von der Arbeit weg um noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu genießen. Als ich am Parkplatz ankam wußte ich, daß ich nochmal den Weg mitten in den Wald probieren wollte. Inzwischen wußte ich, daß ich das Brüllen der Rehe letztes Mal vernommen hatte, die dadurch wohl Ihre Artgenossen warnen (und Ihren Ärger äußern?).
Und kaum war ich 200 Meter von Parkplatz, da ertönt von links hinter mir wieder das verärgerte Brüllen eines Rehs. Dieses Mal entdecke ich noch wie es zwischen den Bäumen verschwindet.
Nach einer Weile bin ich an einer offenen Stelle im Wald stehen geblieben, wo die Sonne den Boden wärmte und einige alte liegende Stämme zum Sitzen einluden. An den Fichten hörte ich einen Specht, an einem Baum konnte ich aus der Ferne ein Loch im Stamm erkennen. Zaghaft riefen einige Meisen aus der Ferne. Überhaupt fällt mir auf, wie im Wald die (Sing-)Vögel viel scheuer als im Stadtpark reagieren.
Es fing schon an dunkel zu werden, als ich mich entschied, noch weiter am Weg in den Wald zu laufen, in die Richtung wo ich letztes Mal die Rehe entdeckt hatte. Da ich hoffte dort wieder Rehe anzutreffen, verhielt ich mich möglichst leise je näher ich der Stelle kam. Im leisen Gang hörte ich eindeutig das plötzliche Rascheln der Blätter. Im Stehen meinte ich sogar an mehreren Stellen etwas zu hören. Ich bewegte mich zunächst nicht. Da war etwas! Ich drehte mich nach hinten um, dort war aber nichts zu erkennen. Plötzlich lief ein Reh vor mir, in etwa 80 Meter Entfernung los, schräg nach links weg. Schade, es hatte gesehen wie ich mich umgedreht hatte. Aber ich war sicher, daß nur ein Reh geflüchtet war. Wo waren die anderen? Vorsichtig näherte ich mich dem Rand des Weges. Ich hörte was. Dann sah ich ein zweites Reh. Es war noch recht klein, vielleicht kaum ein Jahr alt. Es sah mich an. Ich: bewegungslos. Dann sah es wieder weg und nippte am Grass. Es war etwa 40 Meter weg. Von der Autobahn dröhnte es herüber. Vielleicht mein Glück. Der leichte Wind kam von vorne, von der Autobahn.
Das Reh kam näher. Mein Puls nun ganz schnell. Schon ruhig bleiben! Nun war es 30 Meter weg, schaute immer wieder zu mir, aber hatte wohl beschlossen, ich sei ein Baumstumpf, oder sowas. Das ging einige Minuten so weiter. Ich überlegte schon wie nah es wohl kommen würde. Plötzlich sah es auf und machte einen Satz. Sah nochmal auf und floh zurück zwischen die Bäume. Ich sah mich um – was hatte es alarmiert? Da war aber nichts. Dann bemerkte ich, daß der Westwind sich gelegt hatte (wie so oft am Abend) und eine leichte Briese von hinter mir über den Weg und den Hang hinunter wehte. Das Reh hatte Witterung von mir bekommen!
Nun war es schon recht dunkel und viel später als ich geplant hatte, ich war schon froh mit diesem Erlebnis den Weg nach Hause antreten zu können.
Context
Ein bis zwei Mal wöchentlich berichte ich von meinen Ausflügen in die Natur und meiner Suche nach Fährten.
Dabei sind meine Gedanken geprägt von den Weisheiten eines alten Indianers von dem Tom Brown jr. in seinen Büchern berichtet (Grandfather).
Im Bewusstsein, daß unser Umgang mit der Natur so nicht weiter gehen kann, wenn wir unseren Enkeln noch eine Lebensgrundlage bieten wollen, versuche ich meine Sinne für die Natur und einen besseren Umgang mit ihr zu öffnen.
Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, bitte ich meine Rechstschreibfehler zu verzeihen.
Dabei sind meine Gedanken geprägt von den Weisheiten eines alten Indianers von dem Tom Brown jr. in seinen Büchern berichtet (Grandfather).
Im Bewusstsein, daß unser Umgang mit der Natur so nicht weiter gehen kann, wenn wir unseren Enkeln noch eine Lebensgrundlage bieten wollen, versuche ich meine Sinne für die Natur und einen besseren Umgang mit ihr zu öffnen.
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Dienstag, 8. Februar 2011
Dienstag, 10. August 2010
Dachsbau?
Gestern war ich wieder zum "Joggen" im Wald. "Joggen" weil ich in letzter Zeit so viel Interessantes sehe, daß ich das Laufen immer wieder unterbrechen muss. Und das macht mir riesig Spaß, denn was ich so links und rechts von meiner Stammstrecke finde ist schon erstaunlich!
Wie in letzter Zeit öfter, wurde ich gleich am Waldrand schon abgelenkt. Während ich gemächlich vor mich hintrabe entdecke ich in der Wiese links vom Weg zwei Rehe, die wohl Ihr Abendessen zu sich nehmen. Während ich zum Gehen wechsele entdecken sie mich. Vielleicht war es die Veränderung des Schritttempos, daß sie aufhorchen lies? Ich versuche möglichst unauffällig und locker weiter zu gehen und rede mit leiser sanfter Stimme zu Ihnen. Dennoch, nach einigen Sekunden beschließen sie zum Waldrand rechts des Weges zu traben und verschwinden zwischen den Bäumen.
Das war etwa 150 Meter vor mir. Ich präge mir die Stelle ein und lasse sie nicht aus den Augen. Als ich dort ankomme wo die Rehe in den Wald sind, suche ich sofort nach dem Fußspuren - dem Trittsiegel. Zum Glück ist es hier feucht, ein kleiner Rinnsal fließt an dieser Stelle aus dem Wald und versickert am Wegrand. Nach kurzer Suche finde ich einige Abdrücke der Hufe.
Ich kann die Rehe nicht mehr sehen, würde aber gerne der Spur folgen. Leider wird der Boden aber zunehmend von Laub bedeckt und meine Fähigkeiten reichen nicht die Spuren weiter als die paar Meter in den Wald zu folgen. Ich muss bald besser werden damit ich in so einem Fall weiterkomme. Manchmal hat man ja Glück und findet einen Trampelweg durch hohes Gras, aber hier ist einigermasen offener Buchenwald mit viel Laub und wenig Untergrundgewächs.
Auf jeden Fall war ich froh, mal wieder zwei Rehe zu sehen. In den letzten Woche habe ich immer nur eines gesichtet - ich dachte schon das andere wäre vielleicht umgekommen. Na ja, wegen dem Waldschaden sind zu viele Rehe auch nicht gut, aber niedlich sind sie schon!
Also weiter Joggen, ich will ja was für die Gesundheit tun! Mittlerweile bin ich im Wald drinnen, an der ersten Abzweigung, zum sogenannten Skulpturenpark. Hier sind etliche Holzschnitzereien an einer Wiese im Wald aufgestellt, dazu eine nette Parkbank mit Tisch, welche zum Verweilen einladen. Ich will aber eigentlich gerade aus und links am Skulpturenpark vorbei. Linkerhand des Weges fällt mir etwas am Waldboden auf. Es sieht wie ein Trampelpfad aus, wo Tiere regelmässig auf den Weg stoßen.
Da ich in den Büchern von Tom Brown jr. gelesen habe, daß man versuchen soll einfach mal ganz still und regungslos an einer Stelle zu verharren und zu warten bis die Tiere aus ihre Deckung kommen, suche ich mir eine Stelle nahe dem Trampelpfad die ein bisschen durch Äste verdeckt ist und hocke mich gegen einen nicht zu feuchten Baumstamm. Ich weiß aus Erfahrung, das man in der Hocke nicht all zu lange aushält, deswegen versuche ich es gleich so bequem wie möglich zu machen. Während ich so warte entdecke ich immer wieder Details um mich herum, kleine spriessende Tannen und Eichen (die ich gleich auf Verbiss untersuche), Baumpilze, Mücken (dieses Jahr ganz schlimm) usw.
Leider wird mir nach 10 Minuten doch in meinem dünnem Joggingshirt kalt, ohne das ich irgend ein Tier gesehen hätte (noch nicht mal eine Maus). Vielleicht der falsche Ort? Trotzdem macht mich der Trampelpfad neugierig und ich folgen dem was mir wie ein Pfad vorkommt. Nach einer Zeit stoße ich auf eine Art Lichtung, die mit Gebüsch und Grässern bewachsen ist, und mir kommt es so vor als ob der Pfad durchs Gras führt. Nach einigen Minuten sehe ich einen Erdhügel und einige Meter daneben ein Vertiefung in der Erde und unten ein handgroßes Loch. Leider kann ich gar keine Spuren entdecken - keine Trittsiegel, keinen Kot, keine Essensreste, auch keinen Geruch oder sonst etwas. Angeblich riechen Fuchshöhlen nach Kadaver. Vielleicht ist es ja eine Dachshöhle. Es führend noch zwei Trampelpfade wieder in dichteren Wald. Denen kann ich aber nicht mehr folgen, denn es wird langsam dunkel, und ich wollte ja Joggen!
Also wieder zurück zur Stammstrecke und im Sprinttempo den Weg nach Hause anpeilen. Auf dem Weg mache ich vor Freude noch einen Luftsprung, weil es heute wieder so viel Spaß gemacht hat.
Wie in letzter Zeit öfter, wurde ich gleich am Waldrand schon abgelenkt. Während ich gemächlich vor mich hintrabe entdecke ich in der Wiese links vom Weg zwei Rehe, die wohl Ihr Abendessen zu sich nehmen. Während ich zum Gehen wechsele entdecken sie mich. Vielleicht war es die Veränderung des Schritttempos, daß sie aufhorchen lies? Ich versuche möglichst unauffällig und locker weiter zu gehen und rede mit leiser sanfter Stimme zu Ihnen. Dennoch, nach einigen Sekunden beschließen sie zum Waldrand rechts des Weges zu traben und verschwinden zwischen den Bäumen.
Das war etwa 150 Meter vor mir. Ich präge mir die Stelle ein und lasse sie nicht aus den Augen. Als ich dort ankomme wo die Rehe in den Wald sind, suche ich sofort nach dem Fußspuren - dem Trittsiegel. Zum Glück ist es hier feucht, ein kleiner Rinnsal fließt an dieser Stelle aus dem Wald und versickert am Wegrand. Nach kurzer Suche finde ich einige Abdrücke der Hufe.
Ich kann die Rehe nicht mehr sehen, würde aber gerne der Spur folgen. Leider wird der Boden aber zunehmend von Laub bedeckt und meine Fähigkeiten reichen nicht die Spuren weiter als die paar Meter in den Wald zu folgen. Ich muss bald besser werden damit ich in so einem Fall weiterkomme. Manchmal hat man ja Glück und findet einen Trampelweg durch hohes Gras, aber hier ist einigermasen offener Buchenwald mit viel Laub und wenig Untergrundgewächs.
Auf jeden Fall war ich froh, mal wieder zwei Rehe zu sehen. In den letzten Woche habe ich immer nur eines gesichtet - ich dachte schon das andere wäre vielleicht umgekommen. Na ja, wegen dem Waldschaden sind zu viele Rehe auch nicht gut, aber niedlich sind sie schon!
Also weiter Joggen, ich will ja was für die Gesundheit tun! Mittlerweile bin ich im Wald drinnen, an der ersten Abzweigung, zum sogenannten Skulpturenpark. Hier sind etliche Holzschnitzereien an einer Wiese im Wald aufgestellt, dazu eine nette Parkbank mit Tisch, welche zum Verweilen einladen. Ich will aber eigentlich gerade aus und links am Skulpturenpark vorbei. Linkerhand des Weges fällt mir etwas am Waldboden auf. Es sieht wie ein Trampelpfad aus, wo Tiere regelmässig auf den Weg stoßen.
Da ich in den Büchern von Tom Brown jr. gelesen habe, daß man versuchen soll einfach mal ganz still und regungslos an einer Stelle zu verharren und zu warten bis die Tiere aus ihre Deckung kommen, suche ich mir eine Stelle nahe dem Trampelpfad die ein bisschen durch Äste verdeckt ist und hocke mich gegen einen nicht zu feuchten Baumstamm. Ich weiß aus Erfahrung, das man in der Hocke nicht all zu lange aushält, deswegen versuche ich es gleich so bequem wie möglich zu machen. Während ich so warte entdecke ich immer wieder Details um mich herum, kleine spriessende Tannen und Eichen (die ich gleich auf Verbiss untersuche), Baumpilze, Mücken (dieses Jahr ganz schlimm) usw.
Leider wird mir nach 10 Minuten doch in meinem dünnem Joggingshirt kalt, ohne das ich irgend ein Tier gesehen hätte (noch nicht mal eine Maus). Vielleicht der falsche Ort? Trotzdem macht mich der Trampelpfad neugierig und ich folgen dem was mir wie ein Pfad vorkommt. Nach einer Zeit stoße ich auf eine Art Lichtung, die mit Gebüsch und Grässern bewachsen ist, und mir kommt es so vor als ob der Pfad durchs Gras führt. Nach einigen Minuten sehe ich einen Erdhügel und einige Meter daneben ein Vertiefung in der Erde und unten ein handgroßes Loch. Leider kann ich gar keine Spuren entdecken - keine Trittsiegel, keinen Kot, keine Essensreste, auch keinen Geruch oder sonst etwas. Angeblich riechen Fuchshöhlen nach Kadaver. Vielleicht ist es ja eine Dachshöhle. Es führend noch zwei Trampelpfade wieder in dichteren Wald. Denen kann ich aber nicht mehr folgen, denn es wird langsam dunkel, und ich wollte ja Joggen!
Also wieder zurück zur Stammstrecke und im Sprinttempo den Weg nach Hause anpeilen. Auf dem Weg mache ich vor Freude noch einen Luftsprung, weil es heute wieder so viel Spaß gemacht hat.
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